Einige Wochen nach der Trennung von Pjeter Cubi konnte die Nachfolge für die Saison 2022/2023 geregelt werden.

 

Mirko Pavličević übernimmt das Traineramt beim FC Kölliken auf die kommende Saison. Der Verein ist sehr froh, dass trotz des Abstiegs in die 3. Liga mit dem 56-Jährigen aus Holziken ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet werden konnte.

 

Mirko war 1993 Teil der Meistermannschaft des FC Aarau. Im Anschluss an seine Profikarriere hatte Mirko viele erfolgreiche Stationen als Trainer (u.a. in Baden, Zofingen, Wohlen und Olten). In den vergangenen zwei Jahren war Mirko als Chef-Trainer beim FC Willisau unter Vertrag.

 

Der Verein ist überzeugt mit Mirko Pavličević die optimale Lösung für den geplanten Neuaufbau gefunden zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit.

 

Der FC Kölliken verliert sein Heimspiel gegen den FC Lenzburg mit 3:6 und steigt damit in die 3. Liga ab.

 

Was sich schon länger abgezeichnet hat, ist seit Samstag Tatsache: Der FC Kölliken muss absteigen. Eine 3:6-Heimniederlage gegen den FC Lenzburg besiegelte vier Runden vor Saisonende den Gang in die 3.Liga. «Wir haben gewusst, dass die Aufgabe schwierig wird. Trotzdem ist die Enttäuschung gross, schliesslich haben wir unser Saisonziel verfehlt», nahm Köllikens Sportchef Marco Werthmüller den verpassten Klassenerhalt gefasst zur Kenntnis. Er nannte nach der Pleite gegen Lenzburg verschiedene Faktoren, die zur Relegation geführt hätten: «Es gab zu Beginn der Saison und in der Winterpause viele Wechsel im Kader, zudem war die Trainingspräsenz nicht befriedigend.» Am meisten vermisste Werthmüller, der jahrelang im Mittelfeld die Knochen für den FC Kölliken hinhielt, aber das Herzblut auf dem Platz. «Während 90 Minuten für die Mitspieler und für den Verein gehen, dieses Miteinander hat gefehlt», sagte er. Bis zum Doppelpack von Thaqaj gut mitgehalten Genau jene Einstellung war es aber, die der FC Kölliken gegen Lenzburg zumindest in der ersten Halbzeit an den Tag legte. Es schien, als ob die unter der Woche erfolgte Trennung von Trainer Pjeter Cubi die gewünschte Wirkung erzielt hat. Die Gäste verzeichneten zwar ein Chancenplus und kamen dem 1:0 bei Fidan Tafas Pfostenkopfball (6. Minute) sowie bei Lelo Tonis Lattenschuss (35.) sehr nahe, aber die Kölliker hielten mit ihrem Gegner gut mit und lieferten im Vergleich zu den bisherigen Auftritten defensiv vorerst einen stabileren Eindruck ab. Shqiprim Thaqaj brach schliesslich den Bann zugunsten Lenzburgs mit seinem Doppelpack kurz vor der Pause: In der 39. Minute setzte sich der Stürmer im Laufduell mit Jan Buchser händeringend durch und erzielte das 1:0, keine 120 Sekunden später beförderte Thaqaj den Abpraller von FCK-Torhüter Lenny Hofer nach seinem eigenen Kopfball gleich selber zum 2:0 über die Linie. In Zukunft wieder zurück zum «Vereinvonfrüher» Damit war die Vorentscheidung gefallen. Deniz Selimis Schlenzer zum 1:2-Anschlusstreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit beantwortete Lelo Toni umgehend mit seinem Abstaubertor zum 3:1, und in der 61. Minute erhöhte Mehmet Chupi nach einer tollen Kombination auf 4:1. Und nachdem Albert Marku auf 2:4 verkürzt hatte, liess Lenzburg zwei weitere Treffer durch Chupi (69.) und Tafa (87.) folgen. Marku stellte in der Nachspielzeit auf 3:6, ehe Köllikens Abstieg mit dem Schlusspfiff in Stein gemeisselt war. «Wir haben das Beste mit dem gemacht, was uns zur Verfügung gestanden ist. Leider hat es nicht gereicht, das gilt es zu akzeptieren», sagte Sportchef Marco Werthmüller, der seinen Blick bereits wieder nach vorne richtete: «Wir wollen in Zukunft wieder einen FC Kölliken, wie man ihn von früher kennt. Mit Spielern aus der Region und einem Mannschaftsgefüge, das für den Verein kämpfen will.»

Neustart – Der FC Kölliken trennt sich von Trainer Pjeter Cubi

 

Nach dem enttäuschenden Verlauf der Rückrunde hat der Verein entschieden, die Zusammenarbeit mit Trainer Pjeter Cubi per sofort zu beenden. Bis Ende Saison übernehmen der bisherige Assistenztrainer Bozo Predojevic und Pal Qeta.

 

Wir wünschen Pjeter Cubi für seine private sowie sportliche Zukunft nur das Beste und danken Cubi für seinen Einsatz für die erste Mannschaft sowie den ganzen Verein.

 

Die sportliche Leitung des Vereins ist bestrebt, in den nächsten Wochen eine Nachfolgelösung für die neue Saison zu präsentieren.

Der FC Kölliken unterliegt dem 2.-Liga-Schlusslicht FC Gränichen mit 1:4. 14 Punkte Rückstand auf den rettenden elften Platz und nur noch fünf Partien zu absolvieren. Der Abstieg des FC Kölliken in die 3. Liga ist nur noch eine Frage der Zeit. Das sieht Sportchef Marco Werthmüller nicht anders: «Es ist zwar enttäuschend, aber wir müssen einsehen, dass wir nächstes Jahr nicht mehr in der 2. Liga sein werden. Man kann das aber auch als Chance für einen Neuanfang sehen.» Eine reelle Möglichkeit, immerhin ein bisschen näher an die Konkurrenz zu rücken, verpassten die Kölliker beim Spiel in Gränichen. Wer die Liga halten will, muss das Schlusslicht, das bereits als Absteiger feststeht, ohne Frage schlagen. Doch es ging für das Team von Trainer Pjeter Cubi bereits schlecht los. Im Vergleich mit dem ehemaligen FCK-Übungsleiter Marco Wüst erzielte Matteo Muscia in der 20. Minute das 1:0.Nach exakt 20 weiteren Minuten stand es schon 2:0. Etwas Hoffnung kam auf Gästeseite nach 62 Minuten auf, als Roger Werthmüller auf 1:2 verkürzen konnte. Doch nur eine Minute später war nach dem zweiten Treffer von Matteo Muscia alles wieder beim Alten. Gränichens 4:1 durch Tobias Müller (70.) war dann nur noch bittere Zugabe.

Der FC Oftringen gibt beim 4:3 im 2.-Liga-Derby gegen den FC Kölliken den Sieg am Schluss beinahe aus den Händen.

 

Ob Champions League oder Aargauer Zweitliga-Fussball – entscheidend ist, was im Kopf passiert. 0:1 liegt Real Madrid am vergangenen Mittwoch im Halbfinal-Rückspiel gegen Manchester City zurück, ehe sich die «Königlichen» mit zwei Toren in der Nachspielzeit in die Verlängerung retten und sich später sogar für den Final qualifizieren. Ein ähnliches Comeback ist am Samstag beinahe dem FC Kölliken im 2.-Liga-Derby gegen den FC Oftringen gelungen. Mit 4:1 führte der Gastgeber, ehe die Kölliker mit einem Doppelschlag in der 88. und 91. Minute aus dem Nichts wieder an einem Punktgewinn schnupperten.

 

Nach dem 4:1 in falscher Sicherheit gewogen

Die Oftringer retteten den knappen Vorsprung aber über die Zeit – auch, weil die Kölliker die letzte Vehemenz vermissen liessen. «Wir warten nach unseren zwei Toren ab und spielen hinten herum. Das verstehe ich nicht», ärgerte sich Köllikens Captain Rafed Bayazi über die Passivität zur Unzeit. «Dabei lieferte Real Madrid das beste Beispiel: Wenn du daran glaubst, gehen die Bälle auch rein, dann kämpfst du bis zum Schluss. Genau das haben wir vor dem Spiel noch angesprochen.» Beim FC Oftringen hielt sich die Freude über den Derbyerfolg in Grenzen. «Wir haben in den letzten zehn Minuten nicht mehr Fussball gespielt und gedacht, dass wir den Sieg bereits im Sack haben», sagte Marc Leuppi. Der FCO-Stürmer hatte mit zwei Treffern massgeblichen Anteil daran, dass die Oftringer trotzdem jubeln durften. In der 41. Minute gelang ihm nach einer Flanke von Lauret Popaj, der Nach seiner frühen Einwechslung auf der rechten Seite für viel Gefahr sorgte, per Kopf der 1:1-Ausgleich. Und in der 68. Minute schnappte Köllikens Abseitsfalle nicht zu, worauf Leuppi alleine auf Torhüter Lenny Hofer loszog, diesen austanzte und zum 3:1 einschob. Auch beim 2:1 in der 55. Minute hatte Leuppi seinen Fuss im Spiel, als er über die linke Seite nach vorne preschte und scharf in die Mitte zu Bojan Djuric passte, der den Gastgeber via Lattenunterkante erstmals in Führung brachte. Djuric war es auch, der in der 80. Minute die starke Vorarbeit von Lauret Popaj zum 4:1 verwerten konnte. Hätten Leuppi, dessen Schuss kurz vor der Pause knapp am Pfosten vorbeiflog, oder Popaj, der in der 70. Minute das leere Gehäuse verfehlte, ihre Chancen genutzt, das Derby wäre zu diesem Zeitpunkt wohl definitiv entschieden gewesen. «Wir hatten das Spiel komplett im Griff, sind nach dem 4:1 aber zu leger aufgetreten», kritisierte Leuppi.

 

Nach dem Geschenk zum 1:0 den Kopf ausgeschaltet

Während sich der FC Oftringen fortan auf die Defensive konzentrierte, hauchten Rafed Bayazi und der eingewechselte Hajdar Kamishaj dem FC Kölliken mit ihren platzierten Schüssen wieder Leben ein. Denn seit dem 1:0 – einem Eigentor von Dejan Skopljak in der 17.Minute –war von den Gästen nicht mehr viel zu sehen. «Wir dachten nach dem Führungstor, dass wir es locker zu Ende spielen können. Bis wir unseren Kopf wieder eingeschaltet haben, dauerte es zu lange», sagte Bayazi. Weil Fislisbach und Küttigen ebenfalls verloren, beträgt Köllikens Rückstand auf das rettende Ufer sieben Runden vor Schluss weiterhin neun Punkte. «Solange der Ligaerhalt mathematisch drinliegt, ist alles möglich», sagte Bayazi, betonte aber: «Es ist nicht fünf vor, sondern zwei vor zwölf. Die nächste Woche wird entscheidend sein.

Obwohl der Platz in Kölliken vom Starkregen vor dem Anpfiff rutschig war, zog der Gast aus Wohlen ein schnelles Kombinationsspiel auf. In der zweiten Minute marschierte Martim Patricio Cardoso auf der linken Seite mühelos durch, seine Flanke musste Dominic Philips alleine vor FCK-Keeper Lenny Hofer nur einschieben. In der 20. Minute nahm auf der Gegenseite Albert Marku das Geschenk an, freistehend zum Abschluss zu kommen, und stellte mit einem satten Schuss in die linke Ecke auf 1:1. Noch schöner war Sandi Sulejmanagics Aussenrist-Schlenzer zum 2:1. Marku prüfte in der 36.Minute Goalie Nils Reich,der den Schuss abprallen liess, was Ivan Gabriel Almeida das 2:2 ermöglichte. In Unterzahl – Endrit Elezaj musste gepflegt und später ausgewechselt werden – gelang Marku beinahe das 3:2, vorbehalten war dieses jedoch Wohlen kurz vor dem Pausenpfiff. Die Gastgeber schafften in der zweiten Halbzeit keinen Treffer mehr, während Wohlen zweimal (75./82.) jubelte. Weitere Möglichkeiten machte Keeper Hofer zunichte oder vergaben die Wohler fahrlässig. Nach dem Match diskutierten die Kölliker lange. Auch Vereinspräsident Markus Epple äusserte sich im Kreis der Mannschaft, die acht Runden vor Schluss 9 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hat. «Ich ergreife selten das Wort, aber nun war es nötig», meinte Epple, den Inhalt der Ansprache wollte er intern behalten.

Die 2.-Liga-Fussballer des FC Kölliken unterliegen beim FC Suhr gleich mit 1:5 und bleiben unter dem Strich. «Was die erste halbe Stunde betrifft, kann ich meiner Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen», erklärte ein enttäuschter Kölliken-Trainer Pjeter Cubi nach der 1:5-Klatsche in Suhr, «wir haben uns gute Chancen erarbeitet, sie aber einfach nicht genutzt.» Und so kam es, wie es in solchen Situationen oft kommt: Der Gegner macht es besser und geht in Führung. In der 29.Minute verloren die Gäste auf der rechten Seite mehrere Zweikämpfe und Steve Ejims traf schliesslich zum 1:0. Und damit nicht genug, nur vier Zeigerumdrehungen später lagen die Einheimischen bereits mit zwei Längen vorne – nach einem von FCK-Goalie Lenny Hofer abgewerten Ball und dem erfolgreichen Nachschuss. Nach dem Seitenwechsel kamen die Kölliker gut ins Spiel, nutzten ihre Möglichkeiten aber weiterhin nicht.«Und dann kassieren wir wieder einen Sonntagsschuss», ärgerte sich Cubi. Beinahe von der Mittellinie und knapp unter die Latte traf Steve Ejims in der 53.Minute zum 3:0. Die Reaktion der Gäste folgte danach immerhin prompt (57.). Nach einer Hereingabe von Albert Marku drückte Rafed Bayazi das Leder über die Linie. Die Freude hielt bei den Köllikern jedoch nicht lange an. Nur gut 100 Sekunden nach dem Anschlusstreffer war der alte Abstand bereits wieder hergestellt. Nach einem unterlaufenen langen Ball war Güven Polat zur Stelle und sorgte für die endgültige Entscheidung. Das 5:1 in der 87. Minute war dann nur noch Zugabe.«Trotz klarer Niederlage hatten auch wir unsere Chancen», sagte Cubi, «auf der Leistung in der Anfangsphase kann man aufbauen.»

Im Nachtragsspiel gegen den FC Wettingen ist der FC Kölliken gestern Abend zuhause zu einem 1:1-Unentschieden gekommen. Der Gastgeber startete denkbar ungünstig in die Partie: In der 12.Minute gewährten die Kölliker Raoul Canzian zu viele Freiheiten, die der Wettinger prompt mit einem platzierten Distanzschuss zum 1:0 auszunutzen wusste. Kölliken zeigte sich vom frühen Rückschlag unbeeindruckt und agierte fortan bestimmend, ohne aber zu zwingenden Chancen zu kommen. Erst nach dem Seitenwechsel zahlte sich der Aufwand in Form von Rafed Bayazis Ausgleich aus. Der Stürmer verwertete in der 50. Minute eine schöne Vorarbeit von Albert Marku abgeklärt zum 1:1. Weniger souverän agierte Bayazi in der 73.Minute, als er seinen schwach getretenen Elfmeter von Wettingens Torhüter Roman Heiniger pariert sah. Weil kurz zuvor auch Bayazis Mitspieler Dino Plazibat (69. Minute) und Endrit Elezaj (71.) die nötige Präzision im Abschluss vermissen liessen, blieb es beim letztlich gerechten Remis.

Kölliken empfing das direkt hinter sich klassierte Küttigen. Die Equipe von Trainer Pjetr Cubi geriet nach zwei Minuten durch einen Weitschusstreffer von Tomislav Bajo bereits mit 0:1 ins Hintertreffen. Nach vier Minuten hätte es nach einem Küttiger Freistoss bereits 2:0 stehen können. In der 18.Minute tänzelte Omid Jafari durchs Mittelfeld und passte auf Rafed Bayazi, der im Strafraum eine Flanke antäuschte, den Küttiger Keeper Ramon Grob aber mit einem Schlenzer zum 1:1 überraschte.Jafari hatte in der 29. Minute die nächste Grosschance, Grob parierte diesmal den Schuss. Bis zur Pause war es der Gast, der mehrere Möglichkeiten vergab – und in der 54. Minute die etwa zehnte Chance zum 2:1 durch Bajo verwertete. In der 74. Minute verkam eine Rettungsaktion von Marko Jelecevic zum Eigentor. Kölliken hoffte wieder auf einen Punktgewinn. Mit dem 3:2 per Konter machte Bajo (85.) diese Hoffnungen vorerst zunichte. Wenig später gab es Elfmeter für Kölliken, den Bayazi zum 3:3-Endstand verwertete.

Im dritten Spiel der Rückrunde hat es für den FC Kölliken die zweite Niederlage abgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Pjeter Cubi verlor auswärts bei Aufsteiger Menzo Reinach mit 1:2 und steckt damit weiterhin unmittelbar unter dem Strich fest. Nachdem die Gastgeber früh durch einen fragwürdigen Elfmeter in Führung gehen konnten, riss Kölliken das Zepter an sich und erarbeitete sich mehrere Chancen. Aus dem vielen Ballbesitz resultierte für die Gäste allerdings neben einem Lattenschuss nur ein Treffer – das 1:1 nach Endrit Elezajs Weitschuss in der 60. Minute. Die Partie blieb nach dem Ausgleich hektisch, so kassierte Menzo Reinachs Stürmer Kastriot Hasanramaj in der Schlussphase einen Platzverweis. Dennoch jubelten am Schluss die Reinacher: Der eingewechselte Milan Marjanovic verwertete einen Konter in der 94. Minute zum 2:1.

 

Das Ergebnis verkam beim FC Kölliken indes zur Nebensache. Aufgrund zahlreicher rassistischen Äusserungen von Zuschauern und Reinacher Spielern gegenüber dem Kölliker Captain Nestor Ebobisse Molly legte der FCK nachdem Schlusspfiff beim Aargauer Fussballverband Protest gegen die Wertung ein. Das bestätigte Sportchef Marco Werthmüller, der vor Ort war. Gut möglich also, dass die Partie vom Samstagabend noch ein Nachspiel haben wird.