Der FC Kölliken verliert sein Heimspiel gegen den FC Lenzburg mit 3:6 und steigt damit in die 3. Liga ab.

 

Was sich schon länger abgezeichnet hat, ist seit Samstag Tatsache: Der FC Kölliken muss absteigen. Eine 3:6-Heimniederlage gegen den FC Lenzburg besiegelte vier Runden vor Saisonende den Gang in die 3.Liga. «Wir haben gewusst, dass die Aufgabe schwierig wird. Trotzdem ist die Enttäuschung gross, schliesslich haben wir unser Saisonziel verfehlt», nahm Köllikens Sportchef Marco Werthmüller den verpassten Klassenerhalt gefasst zur Kenntnis. Er nannte nach der Pleite gegen Lenzburg verschiedene Faktoren, die zur Relegation geführt hätten: «Es gab zu Beginn der Saison und in der Winterpause viele Wechsel im Kader, zudem war die Trainingspräsenz nicht befriedigend.» Am meisten vermisste Werthmüller, der jahrelang im Mittelfeld die Knochen für den FC Kölliken hinhielt, aber das Herzblut auf dem Platz. «Während 90 Minuten für die Mitspieler und für den Verein gehen, dieses Miteinander hat gefehlt», sagte er. Bis zum Doppelpack von Thaqaj gut mitgehalten Genau jene Einstellung war es aber, die der FC Kölliken gegen Lenzburg zumindest in der ersten Halbzeit an den Tag legte. Es schien, als ob die unter der Woche erfolgte Trennung von Trainer Pjeter Cubi die gewünschte Wirkung erzielt hat. Die Gäste verzeichneten zwar ein Chancenplus und kamen dem 1:0 bei Fidan Tafas Pfostenkopfball (6. Minute) sowie bei Lelo Tonis Lattenschuss (35.) sehr nahe, aber die Kölliker hielten mit ihrem Gegner gut mit und lieferten im Vergleich zu den bisherigen Auftritten defensiv vorerst einen stabileren Eindruck ab. Shqiprim Thaqaj brach schliesslich den Bann zugunsten Lenzburgs mit seinem Doppelpack kurz vor der Pause: In der 39. Minute setzte sich der Stürmer im Laufduell mit Jan Buchser händeringend durch und erzielte das 1:0, keine 120 Sekunden später beförderte Thaqaj den Abpraller von FCK-Torhüter Lenny Hofer nach seinem eigenen Kopfball gleich selber zum 2:0 über die Linie. In Zukunft wieder zurück zum «Vereinvonfrüher» Damit war die Vorentscheidung gefallen. Deniz Selimis Schlenzer zum 1:2-Anschlusstreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit beantwortete Lelo Toni umgehend mit seinem Abstaubertor zum 3:1, und in der 61. Minute erhöhte Mehmet Chupi nach einer tollen Kombination auf 4:1. Und nachdem Albert Marku auf 2:4 verkürzt hatte, liess Lenzburg zwei weitere Treffer durch Chupi (69.) und Tafa (87.) folgen. Marku stellte in der Nachspielzeit auf 3:6, ehe Köllikens Abstieg mit dem Schlusspfiff in Stein gemeisselt war. «Wir haben das Beste mit dem gemacht, was uns zur Verfügung gestanden ist. Leider hat es nicht gereicht, das gilt es zu akzeptieren», sagte Sportchef Marco Werthmüller, der seinen Blick bereits wieder nach vorne richtete: «Wir wollen in Zukunft wieder einen FC Kölliken, wie man ihn von früher kennt. Mit Spielern aus der Region und einem Mannschaftsgefüge, das für den Verein kämpfen will.»