Kölliken wahrt mit dem 2:1 gegen Gontenschwil die Chancen auf den Aufstieg

«Was ist los, was macht ihr?», schrie Dany Bolliger nach gut einer Stunde aufs Spielfeld. Der Co-Trainer des FC Gontenschwil war ratlos ob dem, was seine Mannen zeigten. Da passte wenig zusammen im Aufbau, geschweige denn im Abschluss. Die Kölliker wirkten als die bessere Mannschaft, obwohl sie selber auch nicht besonders überzeugend auftraten. Der Gastgeber war zwar mehr in Ballbesitz und traf öfters vor dem gegnerischen Gehäuse in Erscheinung. Wirklich zwingend waren aber auch die Möglichkeiten der Platzherren nicht. Zweimal jedoch profitierte der FC Kölliken davon, dass die Abwehr der Gäste nicht auf der Höhe ihrer Aufgaben war. Zuerst nutzte Robin Hängärtner nach 55 Minuten aus, dass die Verteidigung der Gontenschwiler zu wenig schnell zurückgeeilt war. In der 64. Minute liess sich Albert Marku nicht zweimal bitten und nutzte einen Abwehrschnitzer zum 2:1.

Über sich selbst geärgert
Der erste Jubelmoment gehörte am Samstagabend aber Gontenschwil. In der 22. Minute legte sich Dominic Hug den Ball für einen Freistoss aus rund 25 Metern zurecht. Sein Geschoss kam Richtung Mauer, die dem runden Leder einen Richtungswechsel bescherte und es unhaltbar abfälschte. FCK Goalie Daniele Persichini musste sich geschlagen geben, und bei den Einheimischen begann das grosse Fluchen. Hier einer, der sich über sein missglücktes Zuspiel ärgerte, da einer, der sich lauthals über den falsch berechneten Laufweg des Mitspielers enervierte, da einer, der nicht einverstanden war mit der Entscheidung des Unparteiischen. Die Laune der Kölliker wurde nicht besser, nachdem Goran und Fabian Böni nach einer halben Stunde ihre Kopfbälle knapp übers Tor fliegen sahen und in der 40. Minute Hängärtners Treffer wegen Abseits nicht zählte.

Spätestens nach Antics Freistossknaller in der 43. Minute, den Gontenschwil-Goalie David Schaffner gerade noch parierte, machte deutlich: Kölliken wollte einen Sieg landen, um den Anschluss an Leader Klingnau nicht zu verlieren. Das 1:1 und das 2:1 innert zehn Minuten sorgten für die verdiente Wende und die Kölliker hätten letztlich höher gewinnen können – vergaben aber noch einige passable Chancen.