Der FC Rothrist und der FC Kölliken trennen sich mit 1:1.
Beide Teams profitieren von einem glücklichen Treffer.

Für uns ist dieser Punkt sicher besser als für die Rothrister», erklärte Köllikens Captain Marco Werthmüller, «in den ersten 60 Minuten haben wir die Partie dominiert, aber in der Schlussphase sind wir etwas anfällig geworden und müssen letztlich froh sein, den einen Zähler ins Trockene gebracht zu haben.» Bei seinem Gegenüber, Rothrists Captain Ardijan Kqira, war die Gefühlslage etwas anders: «Für uns ist das eher ein schlechter Punkt, weil wir zuhause unbedingt gewinnen wollten und vor allem in der zweiten Halbzeit auch genügend Chancen gehabt hätten, ein zweites Tor zu erzielen.»

Obwohl der Favorit aus Kölliken schneller in die Begegnung gefunden hatte, gingen die Einheimischen schon früh in Führung. In der 9. Minute wurde ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte von Raffaele Babele per Kopf in den Lauf von FCR-Stürmer Volkan Karaboga weitergeleitet. Dieser fackelte nicht lange und bezwang FCK-Goalie Ramon Grob, der das Leder nicht mehr entscheidend abwehren konnte. Was von aussen den Anschein machte, bestätigten die Kölliker auf dem Platz lautstark: Karaboga war höchstwahrscheinlich aus einer Abseitsposition gestartet.

Die Gäste schüttelten sich und drückten weiter. Stürmer Albert Marku boten sich gegen eine in Hälfte eins nicht immer sattelfeste Rothrister Defensive in der 17. beziehungsweise 41. Minute zwei gute Möglichkeiten, um auszugleichen. Auf der anderen Seite hätte Babele in der 38. Minute nach einer schönen Popaj-Flanke in die Mitte durchaus auf 2:0 stellen können.

So ging es mit einer knappen Führung der Gastgeber in die Pause – zumindest deutete alles darauf hin. Doch Sekunden vor dem Gang in die Garderobe brachte Lukas Zgraggen von der rechten Seite einen Ball im hohen Bogen Richtung weiten Pfosten. Rothrist-Torhüter Kay Trost griff unbedrängt nach dem Leder, obwohl dieses vielleicht sogar am Tor vorbeigeflogen wäre. Und das hatte für ihn unschöne Folgen: Irgendwie schaffte er es, das Spielgerät hinter die Linie fallen zu lassen. Ausgleichende Gerechtigkeit hätte man sagen können. Für Trost ist diese Sicht der Dinge aber wohl kein Trost.

Die ersten beiden Halbchancen nach dem Seitenwechsel gehörten wieder dem immer noch ungeschlagenen Tabellenleader. Doch so richtig zwingend wurden die Kölliker nicht mehr. Je länger die Partie dauerte, umso mehr baute der ohne einige Stammspieler angereiste Gast schliesslich ab – und ermöglichte es den Einheimischen damit, ihrerseits nach drei Punkten zu streben. Torhüter Grob rückte immer mehr ins Zentrum des Geschehens und musste in den letzten zehn Minuten gleich dreimal retten. Sowohl Karaboga zweimal per Kopf als auch der eingewechselte Josias Mikalay per Weitschuss vermochten aber nichts mehr daran zu ändern, dass auch das zweite Derby der Rückrunde für den FCK mit einer Punkteteilung endete.