Kölliken trifft beim 5:1 gegen Frick auf, wie man es vom Leader erwartet

Anspiel, Angriffsauslösung, Schuss auf Tor – der FC Kölliken machte gegen Frick von der ersten Sekunde an klar, dass er vor Heimpublikum den elften Sieg der Saison schaffen wollte. Frick trat im Gegenzug auch sofort erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum in Erscheinung und machte deutlich, dass man dem Leader keinen Zähler schenken wollte. «Wir mussten hart arbeiten für die Punkte», befand Kölliker-Trainer Marco Wüst denn auch nach dem Schlusspfiff, obwohl das Resultat anderes vermuten liess. Mit 5:1 schicket der FCK die Fricker heim. Es hätte sogar 7:3 stehen können, hätten alle Tore gezählt, sprich wären nicht drei wegen Offside aberkannt worden.

Die Ruhe bewahrt
Mit «hart arbeiten» sprach Wüst wohl auch die Gangart an, die die Equipen anschlugen. Es wurde geschubst und gerempelt, hier ein Aufschrei und einer, der sich am Boden wälzte, da eine geahndete Schwalbe oder ein Nachtreten. Meist ärgerten sich die Ersatzspieler und Betreuer lauter über Schiedsrichterentscheide und das Verhalten gewisser Spieler als die Akteure auf dem Platz. «Ja, es war ein Kampfspiel», bestätigte Wüst, «aber ich denke, das meiste war legitim». Ein Foul dastand am Anfang des 1:0 für die Kölliker, als Dario Dussin in der 21. Minute einen Freistoss direkt verwandelte. In der 40. Minute stellte Fricks Gian Luca Venzin aus abseitsverdächtiger Position auf 1:1. «Auf den Ausgleich haben wir gut reagiert, liessen uns nicht aus der Ruhe bringen und starteten gut in die zweite Halbzeit», analysierte Marco Wüst. Das 2:1 in der 47. Minute sei wohl der Knackpunkt gewesen. Kevin Burkhards Eckball kam zu Marco Werthmüller, der auf Fabian Böni weiterleitete, welcher aus drei Metern zum 2:1 einschoss. In der 62. Minute provozierte Goran Antic im Strafraum ein Foul. Den fälligen Penalty verwandelte Dario Dussin souverän.

In der Folge sorgten die vielen anwesenden Junioren für Stimmung. Sie hatte zuvor als Premiere auf der Walke als Einlaufkids die Spieler aufs Feld begleitet oder standen als Balljungen- und mädchen im Einsatz. Auch ihnen zeigte Ilir Thaqi, wie man als Ersatzspieler zum Joker wird. Knapp einen Minute war er auf dem Platz, als er einen Unachtsamkeit der Fricker Defensive ausnutze und das 4:1 schoss. Ein Missverständnis zwischen Goalie und Abwehr ermöglichte Severin Dätwyler doch noch einen Treffer. Mit dem 5:1 in der 90. Minute schloss er den Torreigen. «Ich sagte meinen Spielern, sie sollen diesen hohen Sieg geniessen und darum am Dienstag wieder fit in Training kommen», so Marco Wüst. Schliesslich wartet mit dem Spiel in Rothrist am Samstag ein Derby auf die Kölliker.