Als einziger Aargauer Zweitligist steht der FC Kölliken auch nach neuen Meisterschaftsrunden ohne Niederlage da. Drei Tage nach dem 3:2 Auswärtssieg in Mutschellen feierte die Mannschaft von Trainer Marco Wüst gestern Abend einen letztlich ungefährdeten 4:1 Heimsieg gegen den FC Gränichen. «Am Ende war es ein souveräner und auch in dieser Höhe verdienter Sieg, aber wir mussten für die drei Punkte arbeiten», erklärte Wüst. In der Tat bekundete der Gastgeber vor allem zu Beginn der ersten Halbzeit Mühe, einen Weg in die Partie zu finden. Die Kölliker waren zwar mehr in Ballbesitz, taten sich aber im Aufbau schwer. Zu allem übel ging Gränichen nach einer halben Stunde noch in Führung: Linksverteidiger Tobias Müller wurde steil in die Tiefe geschickt und schob zum 1:0 ein.

Der FC Kölliken wusste das Resultat jedoch noch vor der Pause zu seinen Gunsten zu korrigieren. In der 40. Minute blieb Dario Dussins scharf getretener Freistossball nach der ungenügenden Abwehr von Gränichens Torhüter Dominic Gautschi auf der Linie liegen, worauf Fabian Böni das Leder zum Ausgleich über die Linie drücken konnte. Und nur drei Minuten nach dem 1:1 jubelten die Kölliker erneut als Innenverteidiger Luca Franek einen langen Ball mit dem Kopf nicht erwischte und Benard Duzhmani alleine vor Gautschi auftauchte und auf 2:1 erhöhte. «Es war wichtig, dass wir überhaupt reagieren konnten und nicht mit einem Rückstand in die Pause gehen mussten», sagte Marco Wüst zum Doppelschlag. Danach habe man trotz «trügerischem Vorsprung» wenig zugelassen.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Kölliker das Geschehen und besassen durch Albert Marku mehrmals die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Es war aber der eingewechselte Severin Dätwyler, der nach einem Doppelpass mit Marku in der 75. Minute auf 3:1 stellte – und damit die Partie entschied. Für den Schlusspunkt und gleichzeitig das schönste Tor des Abends sorgte dann doch noch Albert Marku: Mit einem herrlichen Lob düpierte der FCK-Stürmer Dominic Gautschi in der 80. Minute zum 4:1.

Fotos by Franz Schefer