Kölliken gibt einen 2:0 Vorsprung noch aus der Hand und muss gegen Othmarsingen mit einem 2:2 leben

Leider kam es so, wie es sich abgezeichnet hatte. Nach einer unterhaltsamen Partie, die aber von Minute zu Minute gehässiger entlud sich einigen Akteuren auf dem Weg in die Kabine der Frust. Eine Rudelbildung und einige ganz unschöne Worte waren die Folge. Glücklicherweise endete die Auseinandersetzung ohne gröbere Tätlichkeiten. Oder anders ausgedrückt, mit einem gerechten Unentschieden – wie das Duell auf dem Rasen.

Die Anfangsphase war noch ganz geordnet abgelaufen. In der ersten Viertelstunde taten sich die beiden Teams gegenseitig nicht weh und von Torgefahr war nichts zu sehen. Das änderte sich aber schlagartig. Nur wenige Sekunden, nachdem die Othmarsinger lediglich wegen einer Offsideposition nicht zum Führungstreffer gekommen waren, bot sich den Einheimischen eine gute erst Möglichkeit. Der Abschluss von Ali Tishuki flog aber übers statt ins Tor. In der 29. Minute hatte FCO-Stürmer Gezim Zeqiraj das 1:0 auf dem Kopf, doch Köllikens Schlussmann Daniele Persichini kratzte den Ball noch aus dem Winkel. Noch enger war es nur eine Zeigerumdrehung später auf der Gegenseite. Dario Dussins Schlenzer landete an der Latte. Ausgleichende Gerechtigkeit dann in der 39. Minute. Nach einem Fehler in Köllikens Hintermannschaft stand Gezim Zeqiraj plötzlich alleine vor Persichini. Sein Abschluss landete am Innenpfosten und trudelte wieder raus.

«Es war bereits in der ersteh Hälfte ein offener Schlagabtausch», bilanzierte Dario Dussin. Der Mittelfeldakteur des FCK war es dann höchstpersönlich, der den Bann nach 58 Minuten brach. Sein Freistoss aus knapp 20 Metern passte genau. Und es kam für den Gastgeber noch besser. In der 71. Minute verteidigte der eingewechselte Elia Scheidegger den Ball trotz Bedrängung und lancierte Stürmer Albert Marku. Dieser präsentierte sich ganz abgezockt und lupfte das Leder über FCO-Goalie Leandro Russo in die Maschen. «Wir lagen nicht mit 2:0 in Führung, weil wir es unbedingt verdient gehabt hätten», relativierte Dussin

Kurze Unkonzentriertheit
Mit dem Wissen um Köllikens bisherige Defensivstärke schien die Begegnung trotzdem bereits gelaufen. Aber nur zwei Minuten nach dem 2:0 zeigten sich die Einheimischen etwas nachlässig. Othmarsingen eroberte sich den Ball, dieser flog von rechts in den Strafraum und dort stand Selim Kul ganz alleine und einschussbereit. Die Gäste warfen in der Folge alles nach vorne und wurden in der 89. Minute dafür belohnt. Ein weiter Ball kam in der Mitte auf Driton Vrella. Dieser behauptete sich gegen die Kölliker Defensive und traf zum 2:2. «Irgendwann musste das passieren», sagte Dario Dussin zum Umstand, dass der FC Kölliken im siebten Meisterschaftsspiel erstmals mehr als einen Gegentreffer kassierte, «es war nur eine Frage der Zeit».