Um ein Haar hätte der FC Kölliken dem Leader Eagles Aarau ein Bein gestellt. Auf dem Sportplatz Schachen war soeben die Nachspielzeit angelaufen, als die Gäste beim Stand von 1:2 einen Elfmeter zugesprochen erhielten. Zwar scheiterte der eingewechselte Astrit Brahimi mit seinem ersten Versuch an Eagles-Torhüter Dardan Neziri, sein wuchtiger Nachschuss aber landete in den Maschen. Den Köllikern blieb der Jubel gleichwohl im Hals stecken: Weil der Linienrichter bei der Ausführung des Penaltys eine Abseitsstellung erkannt hatte, annullierte der Schiedsrichter den Treffer. Somit blieb es beim knappen Heimsieg für die Eagles Aarau und dem Fakt, dass der Herausforderer die Heimreise mit leeren Händen und einer enormen Portion Frust antreten musste. «Der Entscheid des Linienrichters ist ein Skandal», ärgerte sich Köllikens Trainer Marco Wüst, der nach dem Strafstoss auf die Tribüne geschickt wurde. «Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, sie hat aufopfernd gekämpft», sagte er, «aber bei den Eagles ist es einfach unmöglich, einen Punkt zu holen. Das ist sehr bitter.»

Der FC Kölliken zeigte wohl einen starken Auftritt, brauchte aber eine gute halbe Stunde, um den Respekt vor dem Gegner abzulegen. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie aber bereits 0:1 im Rückstand, nachdem der ex-Kölliker Albert Marku in der 9. Minute einen langen Ball verwerten konnte. Marku war es auch, der kurz nach dem Seitenwechsel am Ende einer schönen Kombination auf 2:0 erhöhte. Nun drehte Kölliken auf und kam nach 68 Minuten ebenfalls nach einer sehenswerten Ballstafette durch Astrit Brahimi zum 1:2-Anschlusstreffer. In der Folge drückte der FCK auf den Ausgleich, letztlich ohne Erfolg. Besonders bitter: Einige Minuten vor der unrühmlichen Szene in der Nachspielzeit besass auch Stürmer Benard Duzhmani eine ausgezeichnete Gelegenheit für den Ausgleich – er verschoss aber seinen Penalty. (pka)